05.07.2010

Infos zum neuen Abfall-Gebührensystem - Wertstoffe schonen, Entsorgungskosten senken

 

Zum 1. Januar 2011 führt der Entsorgungsverband Saar ein neues Abfall-Gebührensystem ein. Ziel ist es, dass nur das in der Grauen Tonne landet, was auch hinein gehört. Wertstoffe sollen richtig getrennt über die EVS Wertstoff-Zentren, die Biotonne, Glas- bzw. Papiercontainer oder den gelben Sack entsorgt werden. So werden Ressourcen geschont und die Kosten auf den Entsorgungsanlagen gesenkt. 

 

Die Stadt- bzw. Gemeinderäte in den einzelnen Kommunen hatten die Wahl  zwischen dem so genannten Leerungssystem, bei dem die Anzahl der in Anspruch genommenen Leerungen im Zentrum der Gebührenberechnung steht, und dem Verwiegesystem, bei dem man über das Gewicht des abgelieferten Restmülls Einfluss auf die Müllgebühr nehmen kann.

 

In unserer Kommune hat man sich für das Leerungssystem entschieden. Das heißt, dass zu einer Grundgebühr eine Leistungsgebühr hinzukommt, die sich nach der Anzahl der Leerungen richtet.

Insbesondere aus hygienischen Gründen wird dabei eine Mindestleerungszahl festgelegt. Mit allen darüber hinaus gehenden in Anspruch bzw. nicht in Anspruch genommenen Leerungen nehmen Sie Einfluss auf Ihre Gebührenhöhe.

 

Aktuell wird das konkrete Gebührenmodell berechnet. Im Herbst wird der EVS Sie ausführlich über das neue System informieren.

Der seit März laufende Tonnentausch – 360.000 neue Tonnen wurden aufgestellt, ebenso viele alte eingesammelt – ist ein für Sie erster spürbarer Schritt hin zur Systemumstellung. Die neuen Tonnen sind mit einem Chip ausgestattet, der die Zuordnung von der Leerung zum Immobilienbesitzer ermöglicht. Auf einem seitlich aufgebrachten Aufkleber sind ein Barcode und die Adresse des Anwesens aufgebracht. Diese Kennzeichnung garantiert, dass die Gefäße genau da stehen, wo sie hingehören und am Ende auch der Gebührenbescheid richtig erstellt werden kann.

 

Positiver „Nebeneffekt“ der Kennzeichnung ist, dass nur noch gekennzeichnete Tonnen überhaupt geleert werden. „Schwarzmüller“, die auf Kosten der Gemeinschaft bislang keine Gebühren bezahlt haben, haben dann also keine Chance mehr. Rund 800.000 Euro Einnahmen können dem Gebührenhaushalt durch das neue System so gesichert werden.

 

Zahlreiche Kommunen bundesweit haben „unser“ bzw. ähnliche Systeme bereits erfolgreich umgesetzt. 

 

Stephan Rausch

Bürgermeister